Modelle

Typen

 

 

Folgende Mofas bis 25 km/h sind verzeichnet:

 

M 1 / 0,9 PS

M-7 25 / 1,2 PS

AV 142 / 0,9 PS

AV 143 / 0,9 PS

AV 144 / 0,9 PS

MB1 / 0,85 PS

AV 146 / 1 PS

140 TL / 1 PS*

N 140 TL / 1,5 PS

N 150 L / 1,5 PS

N 150 LC / 1,5 PS

Mobylette AV 33 Express / 0,9 PS

Mobylette Kaptein E.E.G. / 0,9 PS

Mobylette MBK Collection / 0,9 PS gebaut 1995-1996 Limitiert auf 500

Stück

Mopeds bis 40 km/h:

 

AV 3 / 1 PS (ohne Fliehkraftkupplung)

AV 7 / 1 PS

AV 33 / 1,35 PS

AV 43 / 1,35 PS

AV 44 / 1,35 PS

AV 46 / 1,5 PS

AV 59 / 1,5 PS (mit Moby-Matic)

AV 40 TL / 1,5 PS

50 VL / 1,5 PS

50 VL C / 1,9 PS (mit Moby-Matic)

BMA / 1 PS - 99 cm³

 

1924 so hat alles angefangen

Die größte Verbreitung fanden Mobylette-Mofas in den 1970er Jahren, in denen sie meist in grellen Farben ausgeliefert wurden. Charakteristisch sind hellgrün, orange, gelb und mittelblau. In komfortabler Ausstattung verfügten die Fahrzeuge über viele Chromteile, Blinker und Rückspiegel sowie teilweise über Bremslicht und Blinkanlage (N 150 LC).

 

 

 

Vertrieb

Die Alleinvertretung für die Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin hatte die Mobylette Fahrzeughandelsgesellschaft mbH in Bielefeld

 

Motobécane MB1 - 1924

 

 

Nur ganz wenige Marken sind ihrer Grundidee mehr oder weniger treu geblieben, und dazu gehört die 1924 von Charles Benoit und Abel Bardin gegründete Firma Motobecàne.

„Ein Fahrrad mit etwas Rückenwind“ war schon der Jugendtraum von Benoit, und bei dieser Devise blieb der aus bescheidenen Kreisen stammende Konstrukteur… da er auch großen Anklang beim wenig finanzstarken Publikum fand.

 

Fahrrad mit Hilfsmotor, später Moped

Schon das erste Modell, die MB1, verkörperte voll und ganz das Bestreben seiner Hersteller und bildete sozusagen die Basis für alle späteren Mobylette – Versionen.

Dieses frühe Moped schoss aus den Startblöcken und wurde mit über 150.000 Einheiten der erste Bestseller des Unternehmens.

Und mit 13 Millionen „Mobs“ stieg Motobecàne schließlich zum weltgrößten Hersteller dieser Kategorie auf.

 

Spartanische Ausrüstung

Von Anfang an für den Großserienbau zu einem Minimalpreis konzipiert, beschränkte sich die MB1 aufs Wesentliche: ein Zweitaktmotor mit außenliegendem Schwungrad (ähnlich dem von Evans in den USA) und zwei Rädern. Weder Kupplung noch Getriebe oder Schalldämpfer, und die Reifen sind kaum breiter als bei einem Fahrrad.

Von einigen vernickelten Teilen abgesehen, war das alles, was sie zu bieten hatte, aber dafür lag sie auch am unteren Ende der Preisskala. Und dazu kam noch ihre Zuverlässigkeit und recht gute Leistungen.

 

Technische Daten

 

-Luftgekühlter 2T - Einzylindermotor

-Bohrung / Hub - 56 / 70 mm

-Hubraum - 172,3 cm³

-Gewicht- 38 kg

-Direktantrieb über Riemen (weder Kupplung noch Getriebe)

-Tretkurbelstarter

-geschweißter Fahrradrahmen

-Mischungsschmierung

-Magnetzündung

-Forderradschwinge

-2 Felgenbremsen

-Reifengröße 650 mm x 50 mm

-Höchstgeschwindigkeit 60 km/h

 

Motobécane BMA -1929

 

 

Mit der 175er MB1, einem kleinen, robusten Alltagsmotorrad, hatte Motobecàne 1924 begonnen. Als dann die neuen Vorschriften für Fahrräder mit Hilfsmotor

(BMA oder Bicyclettes à Moteur Auxiliaire) herauskamen, ging das Unternehmen den einmal eingeschlagenen Weg mit diesem 100 cm³ Modell weiter.

 

Weniger als zwei Monatsgehälter

Natürlich war nichts Aufregendes an der ersten 175er aus dem Jahr 1924, zumal das grobschlächtige Motorfahrrad mit seinem zylindrischem Hängetank am oberen Rahmenrohr ebenso einfach wie zweckmäßig ohne Blick für Modernes konstruiert wurde.

Nicht anders als der Ford T auf dem Autosektor brachte jedoch dieses robuste, leicht zu pflegende und einfach zu fahrende Motorrad einen Stein ins Rollen, den zum erstenmal konnte sich das arbeitende Volk ein „Moto“ leisten. Ein Arbeiter verdiente damals etwa 4 Franc pro Stunde und die Motobecàne kostete 1.275 Francs, das heißt, für kaum zwei Monatsgehälter war ein Traum erschwinglich geworden.

 

Einfach, aber gut

Trotz der simplen Bauweise war das 100 cm³ Modell BMA recht leistungsfähig und mußte nur in den schlimmsten Steigungen mit Muskelkraft unterstützt werden. Auch ist es Motobecàne gelungen, im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ein erstaunlich elastisches und nervöses Triebwerk zu schaffen. Außerdem verbrauchte die BMA nur 1,5 Liter Gemisch auf 100 km und war damit im Vergleich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln billig.

 

Technische Daten

 

-Luftgekühlter 2T - Einzylindermotor

-Bohrung / Hub - 46 / 60 mm

-Hubraum - 99 cm³

-Nennleistung - 1 PS (0,7 kw) bei 2.500 / min

-Schlitzsteuerung

-einmal gelagerte Kurbelwelle